Ischialgie (Ischiasbeschwerden)

Als Ischialgie bezeichnet man Schmerzen im Bereich des Ischiasnerv (Nervus ischiadicus), d. h. über das Gesäß, den hinteren Oberschenkel bis teilweise in die Wade ausstrahlend. Dabei handelt es sich um eine Schmerzart, die von einer oder mehreren Nervenwurzeln im Wirbelsäulenbereich ausgehen kann (sog. Radikuläre Schmerzen), aber auch von anderen Strukturen, wie z. B. den Bandscheiben oder Hüftmuskeln verursacht werden kann.

Ursachen für Ischiasbeschwerden von gereizten Nervenwurzeln können folgende sein:

  • Fehlhaltungen (z.B.: massive Skoliosen),
  • Bandscheibenvorfall (ausgetretenes Bandscheibenmaterial mit darauf folgender Entzündungsreaktion mit Schwellung "drückt" auf die Nervenwurzel),
  • Überlastungen (z. B. ungewohnte Gartenarbeit, Sportarten oder Haltungen).

Schmerzen einer Ischialgie, die bis ins Bein ausstrahlen können, schränken typischerweise Bewegungen oder Haltungen ein, die mit gebeugtem Oberkörper bei nahezu gestreckten Beinen einhergehen. So zum Beispiel das Vorbeugen, um an die Füße zu gelangen oder das Autofahren.
Weitere Sympthome können u.a. sein:

  • Taubheitsgefühl,
  • Kribbeln im Bein oder Fuß,
  • Rückenschmerzen.

Abhängig von der Ursache, kann die Dauer der Beschwerden sehr unterschiedlich sein. So kann es von wenigen Tagen, zu einigen Wochen bis hin zu immer wiederkehrenden, sogenannten episodischen Phasen, kommen. Dementsprechend ist die passende Therapieform individuell sehr unterschiedlich und kann eine Schonung und gezielte Medikamente, aber auch ein angepasstes Übungsprogramm zur Wiederherstellung der Belastbarkeit sein.

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